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Beim Neujahrsspaziergang am 18.1. wurde auch das brachliegende Doorkaatgelände besichtigt.
Übersichtsplan zum Neujahrsspaziergang 2009 mit den besichtigten Orten in Norden.

Grüne veranstalten Neujahrsspaziergang

Gewerbebrachen sollen vorrangig entwickelt werden (PDF hier)

Rund 30 Bürgerinnen und  Bürger fanden sich am vergangenen Sonntag um 11 Uhr am Norder Bahnhof ein, um am Neujahrsspaziergang der Grünen teilzunehmen. Es ging vom Bahnhof über den ZOB die Straße „Am Bahndamm“ entlang zu den Gewerbehallen hinter der Hallenstraße, über die Heerstraße zum eigentlichen „Südeingang“ und schließlich durch Brückstraße und Kleine Hinterlohne zum Doornkaatgelände. An mehreren Stationen erläuterte der Norder Fraktionsvorsitzende Gerd-Dieter Köther die Standpunkte seiner Partei zur Stadtentwicklung.

Er erneuerte die Kritik der Grünen an der Realisierung von Bahnhof und ZOB: „Beide Vorhaben sind bürgerfern geplant und ausgeführt worden.“ Zwar seien einige Mängel inzwischen nach gebessert worden und es gäbe bei der Fahrradunterbringung auch Verbesserungen gegenüber dem alten Bahnhof, jedoch fehle insgesamt gesehen die Kundenfreundlichkeit. Das Gebäude sei z.B. nicht behindertengerecht und die Automaten könnten von Personen unter 160 cm Körpergröße nur unter großen Schwierigkeiten bedient werden, so der Fraktionsvorsitzende. Die Wegstrecken vom Parkplatz zum Zug seien deutlich weiter als beim alten Bahnhof, überdies fehlten unentgeltliche park-and-ride Stellplätze. Die neue Solaranlage auf dem ZOB sei zu begrüßen, doch sei ihm unverständlich, weshalb das Solarprojekt nicht ausgeschrieben wurde und die EWE für die Nutzung der Fläche keinerlei Pacht zu errichten habe.

Der eigentliche Schwerpunkt der Neujahrswanderung war der Besuch von stadtnah gelegenen Gewerbeflächen, die zur Zeit mehr oder weniger brach liegen. „Bevor neue Flächen versiegelt werden, sollten die vorhandenen entwickelt werden,“ forderte Köther. „Wenn das nicht geht, muss man rückbauen und umwidmen. Der Verwahrlosung dieser riesigen Flächen muss Einhalt geboten werden!“ Planerisch sei es natürlich einfacher, Grünland in Gewerbegebiete zu verwandeln, als bestehende Strukturen zu verändern und an neue Erfordernisse anzupassen. Möglicherweise fehle es der Verwaltung in dieser Hinsicht auch an Erfahrung und Kompetenz. „Wegsehen, schön reden und  auf Wunder hoffen – das bringt uns hier nicht weiter!“

Das Doornkaatgelände sei überdies eine Gefahrenquelle und müsse gesichert werden.

Die teilnehmenden Bürger waren überrascht, wie groß die brachliegenden Flächen in unmittelbarer Stadtnähe tatsächlich sind: „Hier bin ich noch nie gewesen,“ sagten einige. „Ich wusste gar nicht, dass das hier so aussieht“.

Bündnis 90 / Die Grünen Ortsverband Norden  | gruene.norden@t-online.de